zu “Der Nächste, Bitte”

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Bariumchlorid ist vergleichsweise harmlos. Wenn sichergestellt wäre, dass wirklich nur dabei bleibt und Greiwing ein vernünftiges Gefahrguttransportkonzept vorlegt, wäre wohl nicht viel zu sagen. Zudem dürfte der Abstand zur Wohnbebauung größer sein.

Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass Greiwing sich der Salamitaktik von Logport anschließt und sich erst etwas kleines genehmigen lässt und dann den Betrieb immer weiter ausweitet. So hat es auch bereits die GNS in Wanheim-Angerhausen mit ihrem Atommüllbetrieb gemacht. Leider können die Bürger nur am Anfang mitreden, weshalb man sehr genau prüfen muss, was Greiwing plant und dann leider Einwendung erheben muss um der späteren absehbaren Ausweitung entgegen zu wirken. Insbesondere, wenn kein schlüssiges Transportkonzept absehbar ist.

Greiwing ist dringend angeraten zumindest einen Scopingtermin mit den lokalen Akteuren durchzuführen, um schon frühzeitig die Bevölkerung und ihrer Interessen einzubinden. Zu späte Beteiligung der Öffentlichkeit rächt sich!

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Stoffliste TALKE-Lager Duisburg

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit die mir bekannten Stoffe, welche laut Unterlagen bei TALKE in Duisburg eingelagert werden sollen. Die Liste wechselt zwischen Englischen und Deutschen Bezeichnungen. Die Gefahrsymbole habe ich jetzt nicht einfefügt.

2-Ethylhexylacrylat (Acrylsäure-(2-ethylhxyl)ester)
2-Hydroxyethylacrylat
2-Hydroxypropylacrylat
3-Triethoxysilylpropylamin
Lösung von 3-Chlorphthalsäureanhydrid in O-Dichlorbenzol
Acrylsäure stabilisiert
Anilin
Bayderm Grund SMS
Bayderm Grund SMX
Baygen Haerter CF
Baygen Haerter SN01
Bayhydrol U 475
Baynox Biodiesel St.
Bio-Soft AS 103 T
Bisomer Hema 2-Hydroxyethylmethacylat
Bisomer Hea (2-Hydroxyethylacrylat
Butylacrylat
Codibutylene
Cyclopentanpentamethylen
Desmoderm Finish A
Desmodur VP LS 2376
Desmodur 44 V 70 L
Desmodur N 3388 SN
Desmodur T80
Desmolac 4340
Desmophen NH 1521
Desmophen NH 1520
Diethylenglykol
Diisobutylen (2,4,4-Trimethylpenten, Isomerengemisch)
Dimethyldisulfid
Dibutylmaleat
DMAEMA (2-(Dimethylamino)ethylmethacrylat)
DMAPA (3-Aminopropyldimethylamin)
EC Alkane
Ethylmethacylat MEHQ 15 PPM
Ethylmethacrylat -EMA-
Ethylacrylat
Ethylmethacrylat LOHN
Hexythiazox Fenpiroxim. Sc Cand, 1kg(900)
Impranil ELH-A/1
Impranil XP 2448/1
Impraderm AD-01
Infineum F7455
Infineum R439
Infineum R222
Isoamylene (2-Methyl-2-Buten)
Isobutylacrylat (2-Methylpropylacrylat)
Iso-Butylmethacrylat
Isododecan (Kohlenwasserstoffe, C4, 1,3-Butadien-Frei, Polymerisiert, Triisobutylen-Anteil, hydriert)
Isoeicosane (Kohlenwasserstoffe, C4, 1,3-Butadien-Frei, Polymerisiert, Pentaisobutylen-Anteil, hydriert)
Isohexdecane (Kohlenwasserstoffe, C4, 1,3-Butadien-Frei, Polymerisiert, Tetraisobutylen-Fraktion)
Isooctan 100
Isopropylisocyanat rein
Kaliumcyanid
Lauryl acrylate 1214 (C12-C14 Alkylester)
Levacast Härter U
Levacast Härter CM
Levagard 4090 N
MA/BA Gemisch (Gemisch aus Butylacrylat und Methylacrylat)
m-Chlorphenylisocyanat (3-Chlorphenylisocyanat)
m-Xylol (Xylol, Isomerengemisch)
Methacrylsäure (MAS)
Methanol
Methyl acrylate
Methylmethacrylat (MMA)
Monoethylen Glycol Faser
m-Tolylisocyanat m-TI
n-Butylacrylat
n-Butylmethacrylat
Natriumcyanid
o-Anisidine (2-Methoxyanilin)
o-Chlorphenylisocyanat
Olifac C6 99% (Hexansäure)
Phenoxyethanol
Plantacare 2000 UP (wässrige Zubereitung von Alkylpolyglycosid)
Purolan PD (1,2-Pentandiol, Petan-1,2-diol, Petylenglykol)
SI 264 (Silan)
Solvent ID
STEOL CS 270 CIT
STEPANPOL PS 1552
STEPANPOL PS 2080
tert-Butylacrylat (Acrylsäure-tert-Butylester)[seltsamerweise doppelt aufgeführt]
tert-Butylisocyanat
Tetraisobutan 90
Toluylendiisocyanat (TDI)
Tributylphosphat (Phosphorsäuretributylester, Celluphos 4, TBP)
Triisobutylene
Triisobutylphosphat (TIBP)
Uravar L19 M3-42 (Zubereitung aus hochsiedenden aromatischen Kohlenwasserstoffen, Butanol, Toluol, Diethylenglykolmonoethylether)
Vinylacetat (Monomer 3-SPPM, VAM)
Viscoplex 4-677

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zu “Weitere Firmen lagern Gefahrstoffe”

zu “Weitere Firmen lagern Gefahrstoffe

Herr Boecker trifft hier eine Aussage, die zwar inhaltlich korrekt sein mag aber offensichtlich bewusst einen falschen Eindruck schaffen möchte. Gefahrgut in Form von Spraydosen (bis max. 1L) ist keinesfalls vergleichbar mit 30 000 L Gefahrgut in einem Tankfahrzeug. Nicht ohne Grund können die Spraydosen und anderes Gefahrgut, was uns im Bau- und Supermarkt begegnet als Limited Quantity u.a. ohne orange Warntafeln gefahren werden. Es ist nicht nur die Stoffeigenschaft, welche die Gefährlichkeit von Gefahrgut bedingt, sondern auch die in einem Behältnis gefasste Menge. Dies findet natürlich beim Transport Berücksichtigung.

Herr Boecker täte gut daran nicht Schnupfen mit Ebola gleichzusetzen.

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Warum Entschädigung für Pendler mit der Bahn erst ab einer Stunde?

Für einmalig Reisende ist eine Stunde leichter zu verschmerzen, als für Pendler 10 Minuten jeden Tag, weil sich diese Belastung über das Jahr extrem summiert.

Der Bahn kann es egal sein, solange sie unter einer Stunde bleibt. Zudem werden Verspätungen von der Bahn auch noch geschönt, da erst ab 6 Minuten überhaupt von einer Verspätung die Rede ist, obwohl bereits wenige Minuten den Anschluss verpassen lassen.

Akzeptabel ist dies nicht. Bis jetzt hat der Gesetzgeber aber noch nicht für eine Verbesserung der Situation für Pendler gesorgt. Das Minimum wäre hier, dass ab einer halben Stunde erstattet werden muss. Sollte dies an mehr als 20 Tagen im Jahr oder 5 Tagen im Monat vorkommen, müsste sogar der halbe Preis der Fahrkarte erstattet werden.

Die Bahn reagiert bisher jedenfalls nicht ausreichend auf die Pendlersituation und sagt im übertragenden Sinne einfach nur, man hätte Pech gehabt.

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Warum gibt die Bahn Online keinen Verspätungsgrund an?

Eine Frage, die es sich lohnt nachzugehen. Deswegen stellte ich sie auch an die Bahn:

Guten Tag,

für gewöhnlich informiere ich mich, bevor ich mein Zug geht, im Netz ob dieser auch pünktlich ist. Allerdings wird nur angegeben, dass es zu einer Verspätung kommen wird, aber nicht was der Grund für diese Verspätung sein wird. Dies ist sehr problematisch bei der Abschätzung, ob und wie sich an der Verspätung noch etwas ändern wird.

Wenn ohnehin an jedem Bahnhof eine Information rausgeben wird, kann diese auch ins Netz eingespielt werden. Wobei leider teilweise noch immer kein Grund angegeben wird für die mitunter horrenden Verspätungen, welche besonders Pendler sehr belasten.

Ohnehin ist die Seite der DB sehr unübersichtlich und man muss ziemlich lange Suchen, bis man selten genutztes findet. Daneben gibt es auch keine Stelle, wo man Online seinen Erstattungsantrag einreichen kann, obwohl dies bei anderen Stellen des Personentransports schon Stand der Technik ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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Gefahrstofftalk mit TALKE

Eine ziemlich große Anzahl interessierter Bürger und auch etliche Vertreter der Presse waren bei der Veranstaltung der Firma TALKE anwesend.

Es wurde behauptet, dass bereits jetzt LKW von und zu Logport gehen würden und sich die Anzahl der Gefahrguttransporte im Endeffekt angeblich sogar verringern würde. Da 40 der 80 Transporte dann nur noch Logport intern zwischen Eisenbahn- und Schiffsterminal verkehren würden.

Entlarvend war der Vergleich des Gefahrgutes was bei Kühne und Nagel angeliefert wird mit dem bei Talke. Ich gehe davon aus, dass dies ein absichtlicher Schachzug war. Denn Reinigungsmittel in Kleingebinden und ähnliches ist nicht dem bei Talke zu vergleichen. Nicht ohne Grund sieht das ADR für kleinere Verpackungsgrößen Erleichterungen vor, da die Gefahr drastisch reduziert ist. Die Wahrscheinlichkeit das ein Großgebinde bei einem Unfall große Auswirkung hat ist höher, als bei hunderten kleiner Behälter.

Duisport behauptete dreist, dass eine Ansiedlung im ChemPark keinen Sinn machen würde, obwohl die dortige Anbindung mit Hafenanlage Logport I in nichts nachsteht. Auch Gelände scheint dort vorhanden zu sein, da ansonsten der ChemPark auf eine Anfrage von mir nicht zumindest die Möglichkeit einer Ansiedlung offen gelassen hätte.

An vielen Stellen wurde nach Möglichkeit verharmlost. Es wurde auch bekannt, dass bereits seit 2010 Verhandlungen mit dem Hafen laufen. Also noch ein Jahr mehr, als bisher bekannt. Als Ausrede wurde gebracht, dass man damals noch ein deutlich erweitertes Lager geplant hatte und inzwischen schon vieles vom Tisch wäre. Allerdings wurde nicht erklärt warum man auf den Scoping-Termin im Vorfeld verzichtete, welche die meisten Probleme schon vorher gelöst hätte und eventuell sogar für eine Beschleunigung des Verfahrens gesorgt hätte.

Talke hat defacto bis zu dieser Infoveranstaltung nichts gemacht, was über das gesetzlich Notwendige hinaus geht. Die Beteiligung mit Auslage der Unterlagen ist schließlich nach UVPG vorgeschrieben. An zwei anderen Stellen, wo derzeit ebenfalls eine Genehmigung läuft soll es angeblich keine Einwendungen gegeben haben. Na vielleicht hat es keiner mitbekommen. Die Veröffentlichung der Bezirksregierung sind ohnehin kaum sichtbar und erinnern nicht ohne Grund an den Anfang von “Per Anhalter durch die Galaxis”, wo die Hyperraumumgehungsstraße ihrer Unterlagen ja auch hatte ausliegen lassen. Man hätte sich bloß informieren müssen.

Es wurde behauptet den Fahrer würde die Fahrtroute vorgeschrieben, bei Nachfragen kam aber heraus, dass die Telematiktechnologie nur bei Talke-Fahrzeugen und festvertraglichen Subunternehmern eingesetzt wird. Zudem gibt das System keine festen Routen vor, sondern funktioniert wie ein normales Navi und wie gut das Funktioniert erleben wir in Rheinhausen täglich. Es wird anscheinend lediglich verhindern, dass verbotene Strecken und welche mit zu niedrigen Brücken genutzt werden.

Noch ist unklar welche Stoffe gemischt werden sollen. Es wurde nur angedeutet, dass bei Säuren mit Wasser der Säuregehalt abgesenkt werden soll. Allerdings kann schon bei dieser einfachen chemischen Reaktion einiges schief gehen. Nicht umsonst heißt es “Erst das Wasser dann die Säure, sonst geschieht das ungeheure”.

Es wurde offen eingeräumt das es seit 1947 wesentlich mehr Unfälle, als bei Veranstaltung im Bezirksrathaus genannt gab. Angeblich wären die Unfälle ausgewertet worden und Verbesserungen implementiert worden. Allerdings scheint ja der Umstand, dass es eben keine exakt festgelegten Routen gibt darauf hinzudeuten, dass bestimmte Gefahrenquellen missachtet werden bis etwas passiert.

Mit der Beantwortung meiner Frage zu den Sicherheitsberichten bin ich selbstverständlich nicht zufrieden. Schließlich reicht es für uns Rheinhausener nicht, wenn man mehrere Stunden für Hin- und Rückweg nach Hürth-Kalscheuren braucht. Zumal die angebotenen Termine nur an Arbeitstagen waren. Nicht jeder kann mal eben so frei nehmen. Begründet wurde dies mit angeblicher Terrorgefahr und das deswegen bestimmte Teile der Sicherheitsberichte geheimgehalten werden müssten. Wobei dadurch noch lange nichts dagegen spricht den Rest online zu stellen. Aber Talke macht halt nur das unbedingt notwendige. Selbst die Veranstaltung wurde deswegen gemacht, weil es Proteste gab.

Fazit: TALKE gehört nicht nach Rheinhausen, wenn es nicht bereit ist Rücksicht auf die Bevölkerung zu nehmen.

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Klartext zu Blitzern

Es ist mir unverständlich, dass sich die Autofahrer über Blitzer aufregen. Es gibt kein Grundrecht auf Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung. Wer sich an die Regeln hält hat nichts zu befürchten, also können sich nur jene darüber aufregen, welche es ohnehin nicht so genau mit den Gesetzen nehmen.

Gegen eine ungerechtfertigte Geschwindigkeitsbegrenzung, kann man vorgehen, wenn sie einen denn wirklich stört und man nicht nur einfach gerne meckert. Dazu muss man halt sich erst einmal informieren, warum diese eingerichtet wurde, dann schauen, ob es Sinn macht und erst danach dagegen vorgehen.

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