Warum will Barbara Hendricks die Städte noch lauter machen?

Lärm macht krank, stresst und hängt sicherlich auch mit der steigenden Aggressivität zusammen und trotzdem will Frau Hendricks Städte noch lauter machen, obwohl der Lärm bereits jetzt um 1 dB(A) pro Jahr zunimmt.
Ich schrieb deshalb folgenden Brief, sowohl bei Facebook, als auch ans Ministerium:

Sehr geehrte Frau Hendricks,

Ihre Kollegin Frau Kraft setzt sich derzeit für Respekt ein. Schade, dass sie diese Bemühung vereiteln. Aber vielleicht ist auch einfach nur Unwissenheit über die Zusammenhänge von Lärm mit gesellschaftlichen Auswirkungen.

Lärm macht Krank. Aber das ist nur eine der Auswirkungen von Lärm. Lange bevor Lärm zu somatischen Problemen wie Bluthochdruck usw. führt, wirkt er sich als Stressor auf die Psyche aus. Bei längerer Einwirkung kann dies u.U. auch zu Aggressionen führen.

Die Menschen scheinen immer aggressiver zu werden. Gleichzeitig werden die Städte pro Jahr um 1 dB(A) lauter. Ist das Zufall? Ganz sicher nicht.

Lärm ist Gift für die Seele!

Als Bundesumweltministerin wäre es die Aufgabe für weniger Lärm zu kämpfen und nicht für mehr. Das Gewerbe in den Städten muss nicht lauter werden können. Es gibt genug Möglichkeiten die Lautstärke zu senken. Angefangen von leiseren Fahrzeugen über besser Schalldämmung, welche gleichzeitig auch dem Klimaschutz dient, denn Wärmedämmung ist immer
auch Schalldämmung, bis hin zur Einhaltung von Ruhezeiten.

Oder soll der soziale Friede etwa noch mehr gefährdet werden?

Für wen denn?

Mit extremen Unverständnis

Dr. Ulrich Scharfenort (Lärmexperte)

Wahrscheinlich stört einen der Lärm nicht so, wenn man aus dem ruhigen und beschaulichen Kleve kommt.

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Spruch zum Sonntag

Mit der Geburt beginnt die Existenz. Mit dem Tod endet sie. Was zählt ist, was man aus der Zeit dazwischen macht.
Wer sich in Geduld übt sitzt nur rum, wer aktiv ist, braucht nicht zu warten, denn alles ergibt sich von selbst.

(Ulrich Scharfenort, 29.03.2015)

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Bücher verlängern mit dem Smartphone in Duisburg

Man glaubt es kaum, aber es geht.
Man kann wirklich Bücher in Duisburg mit dem Smartphone verlängern.

Von der derzeitigen Technik wird dies aber erheblich erschwert.

Man kann sich natürlich über den Browser die Seite der Stadt Duisburg aufrufen und sich dort einloggen, allerdings funktioniert dieser OPAC je nach Smartphone nur bedingt.

Anders sieht dies mit dem MOPAC aus, dieser lässt sich problemlos mit dem Smartphone bedienen, allerdings muss man diesen erst einmal finden. Denn es handelt sich hier nicht um eine App, sondern nur einen besonderen Login. Auf der Seite der Stadtbibliothek Duisburg findet sich der Link, den man sich gut speichern sollte, denn ihn zu finden ist nicht einfach.

Eine offizielle Anleitung gibt es nicht. Weder als Flyer noch im Netz.

Nicht nur für ältere Menschen stellt die Nutzung über Smartphone ein Problem dar. Was nützt die beste Technik, wenn man sie nicht nutzen kann bzw. es keine Hinweise darauf gibt?

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Feinstaub durch Flugverkehr

Vor kurzem schrieb ich dem Landesumweltministerium wegen hoher Feinstaubwerte in der Abflug- / Einflugschneise des Flughafens Düsseldorf und innerhalb weniger Tag kam folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

vielen Dank für Ihr Schreiben zum Thema Luftschadstoffe im Umfeld des Düsseldorfer Flughafens. In Ihrer E-Mail sprechen Sie die gesundheitliche Wirkung von Feinstaub an und fragen, ob es für den Flughafen Düsseldorf etwa Sonderregelungen gibt und er von Luftreinhaltemaßnahmen ausgenommen wird. Ferner fragen Sie, wie die vom Flughafen angestrebte Kapazitätserweiterung unter dem Gesichtspunkt der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung gesehen wird.

Für den Flughafen Düsseldorf gibt es keine Sonderregelungen.

Für Düsseldorf sind bereits seit dem Jahr 2004 Luftreinhaltepläne in Kraft, da sowohl der Feinstaub- als auch der Stickstoffdioxidgrenzwert überschritten wurden. Bei der Festlegung von Luftreinhaltemaßnahmen werden alle möglichen Quellgruppen – also auch der Luftverkehr – in den Blick genommen und ermittelt, inwieweit die einzelnen Emittenten zu den Luftschadstoffbelastungen beitragen. Dies ist eine Voraussetzung, um gezielt Minderungsmaßnahmen festlegen zu können, die bei den Hauptverursachern ansetzen und entsprechend wirksam sind. Die Feinstaubbelastung konnte mittlerweile durch zahlreiche Maßnahmen gesenkt werden, jedoch besteht die Stickstoffdioxidgrenzwertüberschreitung fort. Der Luftreinhalteplan Düsseldorf wird derzeit nach der beschriebenen Vorgehensweise fortgeschrieben.

Für das Landesumweltministerium steht fest, dass alles getan werden muss, um den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Mit der Zielsetzung, flächendeckend eine Luftqualität zu gewährleisten, die dem Vorsorgegedanken gerecht wird, haben wir im Rahmen der Anhörung zum laufenden Planfeststellungsverfahren zur geplanten Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf gefordert, bei der Genehmigung die Vorsorgewerte der WHO für Feinstaub und der VDI für Stickstoffdioxid zu berücksichtigen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinem Schreiben weiterhelfen zu können.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass hier schriftlich bestätigt wird, dass es keine Sonderregelung für den Flughafen Düsseldorf gibt.

Ob der Forderung gefolgt wird ist etwas anderes, aber zumindest ist dies doch eine ziemlich deutlich Positionierung.

Interessant wird es, wenn der Flughafen die Feinstaubwerte mindern muss. Vielleicht lässt sich dies ja auch auf dem Klageweg erreichen. Insbesondere wenn ein Dieselfahrzeugbesitzer jetzt nicht mehr in die Innenstadt dürfte, wäre das ja ziemlich unverhältnismäßig, wenn der Flughafen hier keine Auflagen bekäme.

Am besten wäre natürlich sofort bei Überschreiten ein Flugverbot für den jeweiligen Tag auszusprechen. Das gäbe viel Ruhe am Abend…

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Feinstaub im Umfeld des Flughafens Düsseldorf

Man glaubt es kaum, aber was im Straßenverkehr selbstverständlich zu sein scheint, nämlich das Feinstaub reduziert wird, ist im Luftverkehr wohl nicht der Fall.

Messungen der Bürger gegen Fluglärm ergaben Werte von 163 000
Partikel am Kindergarten an der Niederrheinstraße für Ultrafeinstaub. Also hohe Werte in der Einflug- und Abflugschneise des Flughafens, an einer nicht betroffenen Stelle, der Corneliusstraße, fanden Vergleichsmessungen statt, wo als Spitzenwert 50.000 Partikel gemessen wurden.

Grund mal für eine kleine Nachricht an Landesumweltministerium zu schicken:

Sehr geehrte Personen,

wie ich einer Medieninformation der Bürger gegen Fluglärm entnehmen konnte, erzeugt der Flugverkehr in der Abflugschneise erhebliche Mengen Ultrafeinstaub, von dem es heißt, dass dieser besonders tief in die Lunge vordringt und zudem krebserregend ist.

Zumindest teilweise ist Duisburg Umweltzone, wo nun sogar durch ein Gerichtsurteil klargestellt wurde, dass etwas gegen die Feinstaubbelastung getan werden muss.

Wird der Flughafen von diesen Maßnahmen ausgenommen?
Wenn ja warum?

Wie ist eine Kapazitätserweiterung unter diesem Gesichtspunkt zu sehen, da ja die Belastung mit Feinstaub und damit einhergehend auch Stickoxiden ansteigen wird?

Mir ist jedenfalls unverständlich warum hier keine Maßnahmen getroffen werden. Gelten für den Flughafen etwas Sonderregeln?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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Fracking in Duisburg

Man glaubt es kaum, aber im Duisburger Süden, also genau da wo demnächst durch Flächenfraß (Arrondierung) neuer Wohnraum entstehen soll, ist Fracking möglich und nicht nur dort. Auch der Duisburger Westen ist betroffen.

Es geht hier um die Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken in dem Feld „Ruhr“. Dazu liegt der Bezirksregierung Arnsberg ein Antrag der Wintershall Holding GmbH vor. Diese will die Berechtigung, in ihren Claim fracken zu können, verlängern.

Da Arnsberg, um die kritische Öffentlichkeit weiß, wurden die betroffenen Kommunen beteiligt. Darunter auch Duisburg.

Am 20.09.2016 wurde der Bezirksregierung eine Stellungnahme übersandt. Am 13.09.2016 hätte dies im Umweltausschuss beraten werden können. Wurde es aber nicht, sondern erst jetzt im November wurde es gerade einmal der BV Süd zu Kenntnis gegeben.

In der DS 16-1048 ist diese eher dürftige Antwort der Stadt Duisburg an die für Bergrecht zuständige Bezirksregierung Arnsberg hinterlegt. Enthalten war auch eine Karte, welche deutlich zeigt, dass zudem der Duisburger Westen betroffen ist. Die Bezirksvertretung West wurde nicht informiert. Sicherlich wäre es auch für die Stadtentwicklung interessant, ob in nächster Zeit das Umfeld durch Fracking verseucht werden könnte. Davon abgesehen geht das „Aufsuchen“ nicht ohne Lärm vonstatten. Sei es für Transporte von Material und Wasser oder beim Bohren selber.
Es ist auch bekannt, dass Fracking zu Erdbeben führen kann. Also sind auch im Duisburger Süden Bergschäden möglich, was den Wohnwert mindern wird.

Auch Düsseldorfer Gebiet könnte betroffen sein, was wiederum das Duisburg Grundwasser gefährden könnte, wenn eine andere Bundesregierung Fracking erlauben sollte. Sicherlich zielt hierauf auch die Verlängerung ab. Alles in der Hoffnung, dass sich die politische Lage ändert und dadurch Fracking auf Kosten der Allgemeinheit möglich wird. Als gäbe es nicht genug Bodenbelastung in Duisburg.

Mit Datum vom 16.06.2016 beantragte die Wintershall Holding GmbH bei der Bezirksregierung Arnsberg die Verlängerung der bisher zeitlich begrenzten Genehmigung zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken im Feld „Ruhr“. Hiervon ist auch der Stadtbezirk „Süd“ betroffen.

Besonders das Wörtchen ‚bisher‘ sticht hiervor. Es könnte also durchaus auch um eine unbegrenzte Verlängerung für die Lizenz zum Fracken gehen.

Im Rahmen dieses Verfahrens wurde die Stadt Duisburg am 18.07.2016 als Träger öffentlicher Belange um Stellungnahme zu dem Antrag gebeten.

Daneben zeigt sich hier die übliche Duisburger Intransparenz, da nichts weiteres öffentlich gemacht wurde. Anders, als dies etwa in Haan der Fall ist.

Dort wurde neben Rat auch der für Umwelt und Stadtentwicklung zuständige Ausschuss informiert. Die Stadt Haan antwortete zudem deutlich fachlich versierter, als nur auf nicht auswertbare Unterlagen hinzuweisen.

Es ist absehbar, dass sich Wintershall hier der üblichen Salamitaktik bedienen will, um die Erlaubnis solange zu verlängern, bis es möglich ist zu fracken.

Aus der Vorlage der Stadt Haan ist zu entnehmen:

Im Jahr 2021 soll der Deutsche Bundestag überprüfen, ob es beim Verbot des unkonventionellen Frackings bleibt.

Es wird also sicherlich eine Verlängerung bis zu diesem Zeitpunkt angestrebt, um dann doch noch fracken zu können.

Insbesondere im Duisburger Süden bzw. Düsseldorfer Norden wird das Trinkwasser für Duisburg gewonnen und das Grundwasser ist bereits jetzt durch die Belastung mit PFT vom Düsseldorfer Flughafen geschädigt, sodass durch Fracking Ausweichmöglichkeiten weiter vermindert würden.

Wintershall ist offensichtlich nicht an einer kritischen Öffentlichkeit interessiert, wie das Datum der Einreichung zeigt, denn so liegt die Beteiligungsmöglichkeit der Gremien genau in der Sommerpause oder kurz vor Fristende der Bezirksregierung Arnsberg.

Warum die Vorlagen nicht dem Umweltausschuss überstellt wurde kann man nur mutmaßen. Dies könnte aber natürlich auch ein Zeichen für die massive Überlastung der Stadt und den Personalmangel sein. Weshalb dann gute solide Arbeit nicht möglich ist. Die Kürze der Stellungnahme deutet jedenfalls darauf hin. Oder sind SPD und CDU etwa für Fracking im Duisburger Süden, wo sie doch hier eher den Wohnwert steigern wollen.

Vorerst wurde nur um ein halbes Jahr verlängert.

Bereits im Jahr 2014 kündigte die BZR Arnsberg an, die betroffenen Kommunen zu beteiligen.

Bei einer Recherche im Ratsinformationssystem konnte keinerlei Information zu diesem Thema gefunden werden. Es scheint als wären die Informationen nicht an die Gremien weitergegeben worden, obwohl Fracking ja durchaus aufgrund der Kontroverse ein durchaus politisch relevantes Thema ist.

Der Antrag u.a. von den Piraten (PSL) mit den Grünen gegen Fracking wurde 2015 abgelehnt. Dies heißt also, obwohl durch Flächenfraß (Arrondierung) der Duisburger Süden bebaut wird, soll dort auch weiterhin gefrackt werden können.
SPD und CDU waren laut Niederschrift für die Ablehnung des Antrages.

Im Rahmen einer Anfrage, ob man Fracking in Duisburg verhindern können, kam als Begründung von Herrn Tum warum dies nicht ging der unbestimmte Rechtsbegriff Verhinderungsplanung.

Ein weiteres Gebiet für die Gasförderung scheint nach DS 16-1116 (zur Umgestaltung des Gebietes der Alfred-Hitz-Schule) in Rheinhausen Bergheim zu liegen.

Das Plangebiet liegt über dem auf Steinkohle verliehenen Bergwerksfeld „Wilhelmine Mevissen“. Im Bereich des Plangebietes ist der Bergbau eingestellt.
Bergbauliche Nachwirkungen auf das Plangebiet sind nicht zu erwarten. Ferner liegt das Plangebiet über dem Feld der Erlaubnis zu gewerblichen Zwecken „Mevissen Gas“. Diese Erlaubnis gewährt das befristete Recht zur Aufsuchung des Bodenschatzes „Kohlenwasserstoffe“.

Hier vermutlich Grubengas.

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Müde Piloten sind gar nicht gut

Wie die Tagesschau berichtete, gibt es besonders bei Billigairlines übermüdete Piloten.

Unmittelbar kann Übermüdung zu einem Absturz führen. Übermüdung vermindert die in Notsituationen notwendigen Reflexe. Das Denken fällt schwerer.

Dies kann deutlich leichter zu tödlichen Fehlern führen. Nicht nur für Piloten und Passagiere, sondern bei dem resultierenden Absturz, kann dies die Bewohner und den „Flugrouten“ massiv gefährden.

Langsfristig kann Schlafmangel zu Depressionen führen. Oder bereits vorhandene Depressionen verstärken. Es ist ja bekannt, dass Depressionen wahrscheinlich die Ursache für einen Selbstmord mit Todesfolge aller Passiere waren. Somit könnte auch Übermüdung einen Teil dazu beigetragen haben.

Wenn man bedenkt, dass die Erweiterungswünsche des Flughafens Düsseldorf auf eine Billigairline abzielen dürften, ist absehbar, dass das Absturzrisiko stark ansteigen wird und damit auch die Gefährdung der ohne schon durch Verlärmung stark belasteten Bevölkerung.

Zu welchen Anteil die Übermüdung auf Schlafstörungen durch Fluglärm zurückzuführen ist, wird nicht berichtet.

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