Weißt du wo dein Fisch herkommt?

Ich auch nicht, also habe ich versucht mich zu informieren. Was gar nicht so einfach ist. Erst einmal stehen irgendwo auf der Verpackung alphanumerische Codes, wie etwa FAO 61 und wenn man Glück steht dort auch noch eine Bezeichnung, wie etwa Nordost Pazifik. Übrigens jene Region, wo auch Fukushima liegt. Diese Codes bezeichnen Regionen in den Weltmeeren, allerdings sagen die einem ohne Karte meist nicht viel.

Ein großer Discounter hat sogar einen QR-Code angebracht, allerdings nützt dieser gar nichts, weil er nicht direkt zu den Informationen leitet, sondern nur auf eine Seite, wo man dann einen zweistelligen Zeichencode eingeben muss. Dort finden sich dann zwar ausführliche Informationen, allerdings ist, bis man soweit ist, die Tiefkühlware zumindest angetaut. Bei einem Markenprodukt war dagegen ein deutlich kürzerer Code nötig. Was allerdings nur bedingt besser ist. Für den Alltag sind solche Dinge zu umständlich. Man muss schon ein ziemlich engagierter Mensch sein, um sich die Zeit zu nehmen, dies alles auszuwerten. Positiv ist natürlich, dass man sich informieren kann, wobei die Informationstiefe durchaus unterschiedlich sein kann. So macht der oben erwähnte Discounter ausführliche Angaben, wobei hier die wichtigsten wie etwa Fangmethode und Ort die wichtigsten sind.

Die Herkunftsangabe mag zwar Pflicht sein, aber wenn man es so unzugänglich gestaltet, dann mag zwar alles rechtskonform sein, aber im Geiste des Gesetzes, die Verbraucher besser zu informieren, ist es nicht.

Auf der Verpackung finden sich zwar meist Label, wie etwa Marine Stewardship Council (MSC). Diese Kennzeichnung suggeriert Nachhaltigkeit, allerdings kann sich hinter dem Fang trotzdem Schleppnetzfischerei verbergen, was sich allerdings erst herausfinden lässt, wenn man die Informationen mal nachverfolgt. Es wird vielleicht etwas schonender sein, allerdings nicht so viel, wie man möchte. Obwohl der Label vom WWF mitbegründet wurde, gibt es zahlreiche Kritik an den Vergabekriterien u.a. auch von Greenpeace.

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Wo das Endlager in Deutschland?

Wenn das Ziel wirklich eine sichere Einlagerung für 1 Millionen Jahre ist und eine Rückholung durchweg gegeben sein soll, fallen die tieferliegenden Gebiete von Deutschland schon mal weg. Denn ist absehbar, dass der Meeresspiegel steigen wird, womit in diesem Zeitraum wahrscheinlich Norddeutschland überflutet wird. Eine Rückholung wäre somit nicht möglich und sicher wäre ein tief gelegener Salzstock bei steigendem Meeresspiegel auch nicht.

Ferner gibt es Regionen in Deutschland mit entsprechend hoher Erdbebenwahrscheinlichkeit, dass es in diesem Zeitraum zu einem schweren Erdbeben kommen wird. Die sichere Zurückholbarkeit ist in solchen Regionen ebenfalls nicht gegeben.

Wenn ich mir diese geologischen und geografischen Fakten ins Gedächtnis rufe, dann bleibt nur Bayer, als Standort für ein Endlager übrig. Sicherlich werden die Alpen nicht optimal sein und in diesem Zeitraum auch ein Stück abgetragen, allerdings kann man dies bei der Tiefe berücksichtigen.

Bayer wurde zudem lange Zeit von einer starken Pro-Atomeinstellung geprägt und weigerte sich sogar Atommüll zurückzunehmen, welcher auch dort produziert wurde.

Also dann:
Pro Atommülllager Bayern

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Unverständliche Empörung der Binnenschiffer

In dem Artikel hier berichtet die NRZ über Binnenschiffer, welche sich über notwendige Vorgaben für den Umweltschutz mokieren. Grund für mich diesen Verein mal eine kleine Mail zu schreiben.

Sehr geehrte Personen,

es war nun bereits seit vielen Jahren absehbar, dass es eine Regelung wegen des Schadstoffausstoßes von Binnenschiffen geben würde. Es gibt zudem bereits jetzt Forschung zu dem Thema.

Bitte machen Sie nicht den gleichen Fehler des Jammerns, wie die Energiedinosaurier. Dies wird notwendige Entwicklungen höchstens Verzögern. Zu Lasten der Bevölkerung in der Nähe von Wasserstraßen.

Also in Duisburg sind die Binnenschiffe jedenfalls nicht für saubere Luft verantwortlich, sondern blasen viel Dreck in selbige und stellen damit sogar einen der Hauptverursacher dar.

Und mal ganz ehrlich. LKW brauchen entsprechende Systeme. Auch Kraftwerke und Industrie haben Vorgaben, die sie umsetzen und nur die Binnenschiffe sollen weiterhin ungefiltert Dreck in die Luft blasen dürfen?

Ich bin jedenfalls froh, dass die EU dies endlich beschlossen hat. Leider waren die nationalen Parlamente nicht dazu in der Lage im Vorfeld zu reagieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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Vom Geiste der Demokratie

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich eine Wahl für Demokratisch halten würde. Hätte ich geantwortet, wäre die Antwort wohl ‚Nein‘ gewesen.

Aber aus dem Stegreif argumentativ begründen hätte ich das nicht können. Aber man denkt ja weiter darüber nach.
So führte der Landtag NRW jüngst eine 2,5 % Hürde für Kommunalwahlen ein und behauptete dies wäre demokratisch. Das hier natürlich die Stimmrechte beschnitten werden, da kleinere Parteien, die unter dieser Schwelle liegen keine Chance mehr haben, was letztendlich die Meinungsvielfalt im demokratischen Prozess mindert. Aber vielleicht dient die Hürde ja auch nur dazu, mehr Sitze für Grüne, CDU und SPD zu sichern, denn jene Parteien stimmten dieser Hürde in NRW zu.
Bereits an diesem Beispiel sieht man, dass nicht nur der Wahlprozess selber darüber entscheidet, ob eine Wahl demokratisch ist, sondern auch die Rahmenbedingungen einen erheblichen Einfluss haben. Sind diese undemokratisch, gar willkürlich, so kann man nicht von einer demokratischen Wahl sprechen.

Man könnte dies natürlich auch ins Absurde führen. Sagen wir, dass Abstimmungsverhalten einer Stadt gefällt den herrschenden Parteien nicht und deswegen wird beschlossen bei der nächsten Abstimmung wird diese nicht mehr in der Stadt durchgeführt, sondern außerhalb an einer nur schwerlich erreichbaren Stelle. Gleichzeitig würde für die eigenen Wähler dieser Parteien ein Transport organisiert, wenn nicht sogar für die Teilnahme gezahlt.
Wäre das noch demokratisch? Natürlich wäre es das nicht. Aber dies ist sicherlich nur ein absurdes Beispiel, was so nicht geschieht. Oder?

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Spruch zum Sonntag

Der Tod bringt einen dazu mehr aus dem Leben heraus zu holen.

(Ulrich Scharfenort, 03.02.2015)

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Politiker- und Parteienverdrossenheit

Vertrauen wird sehr leicht zerstört und nur schwer wieder erlangt. Nicht wenige Politiker meinen sie kämen mit allem durch und klammern sich an die Macht, als wäre es der Inhalt ihres Lebens.

Statt ehrlichem Gespräch scheint Mobbing in der Politik an der Tagesordnung zu sein. Und wer sich dieser Hackordnung nicht unterwerfen will, der wird erst recht gemobbt.

Die Opposition hält diesen Mobbingdruck entsprechend hoch.
Dabei ist Fehler einzugestehen ein Zeichen von Stärke und nicht Schwäche.

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Führt steiler Anstieg über Rheinhausen zu mehr Fluglärm?

Am Sonntag kamen mir einige Flugzeuge extrem laut vor. Ich habe überlegt woran dies liegen könnte.

Bei der Identifizierung eines besonders lauten Flugzeugs mithilfe einer App, war zu erkennen, dass dies steil anstieg und über Rheinhausen und vorher gerade mal bei höchsten 1 km hoch war.

Der Lärm hielt vergleichsweise lange und gleichmäßig laut an. Was ich erst ungewöhnlich fand, dann aber zum Nachdenken führte.

Ist es möglich, dass der Lärm von der Position zum Flugzeug abhängt. In unmittelbarer Nähe auf dem Boden ist dies sicherlich der Fall, aber wie ist es in der Luft?

Nehmen Strömungseffekten an Flugzeugflügeln, sind die Turbinen eine sehr starke Lärmquelle. Wäre es hier möglich, dass die Ausrichtung der Turbine den Lärm entsprechend richtet. Die Schallwellen also von dem starken Luftstrom in eine bestimmte Richtung besonders stark fokussiert werden.

Wenn man betrachtet, wie selbst gleichartige Maschinen in der Lautstärke variieren erscheint mir dies ziemlich wahrscheinlich. Somit müsste die DFS hier ihren Einfluss geltend machen, um für lärmärmere flugverfahren zu sorgen.

Wenn die Steigrate einen erheblichen Einfluss auf den Bodenlärm hat, müssen die Messverfahren der Flughäfen angepasst werden.

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