Es zählt auch die Arbeitsplatzqualität

Wenn man bei Arbeitsplätzen nur nach der Anzahl geht, macht man als Politiker einen verdammt schlechten Job. Arbeitsplatz ist nicht gleich Arbeitsplatz.

Es gibt hier Teilzeitstellen, die trotzdem als Arbeitsplatz gezählt werden. Aber leben kann davon keiner. Es gibt Mindestlohnstellen und sogar etliche, die noch schlechter bezahlt werden. Da werden zum Beispiel fiktive Stundenzahlen angesetzt, die nicht realistisch sind, weshalb es unter dem Mindestlohn bleibt.

Also jeder, der bei der Behauptung: „Es werden X Arbeitsplätze geschafft“, nicht sofort nach der Art der Arbeitsplätze fragt, dem geht es nur um Quantität, aber nicht Qualität der Arbeitsplätze.

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Handy in die Reinigung?

Die Hände wäscht man regelmäßig. Die Kleidung auch. Aber was macht man mit dem Handy? Man fest ständig und überall an, wie reinigt man es richtig?

Schädigen scharfen Reinigungsmittel nicht das Display?

Was kann man bedenkenlos nutzen?

Wie reinigt man konkret?

Was ist bei Schutzhüllen zu beachten?

So viele Fragen, aber was sind hier die Antworten. Seltsamerweise findet man hierzu kaum Informationen.

Eine Trockenreinigung entfernt schon einmal 80 % aller Keime (Pilze, Bakterien, Viren).

Wer sich wirklich regelmäßig die Hände wäscht, überträgt schon mal weniger Keime auf das Handy.

Für die Reinigung des Handy selber, wird von verschiedenen Stellen Hygienespray empfohlen, allerdings meist vor Alkohol gewarnt. Wobei unklar bleibt, ob nur Ethanol gemeint ist oder auch andere Alkohole. Es scheint allerdings auch entsprechendes Displayspray zu geben, was auch für den Touchscreen geeignet zu sein scheint.

Wichtig beim reinigen ist es, nicht zu stark aufzudrücken, da man so mit Schmutzpartikeln die Oberfläche zerkratzt und so neue Verstecke für Keime schafft.

Für kleinere Öffnungen werden Wattestäbchen und Zahnstocher empfohlen.

Cremes und Schminke begünstigen übrigens das Keimwachstum. Deshalb möglichst keine Spuren davon auf dem Gerät hinterlassen. Gleiches gilt für Essensreste und Fett.

Keinesfalls dürfen scharfe Reinigungsmittel, wie Glasreiniger oder Spülmittel verwendet werden.

Ebenfalls wird eine Displayfolie empfohlen.

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Toleranz für Verlärmung?

In der NRZ bzw. WAZ erschien vor kurzem ein Artikel zu einer Lärmbeschwerde einer Anwohnerin im Mercatorquartier. Lassen wir mal außen vor, ob die gemessenen Werte nun Dezibel oder dB(A) waren.

Fünf Tage hintereinander Lärm ist inakzeptabel.

Was allerdings noch deutlich inakzeptabler ist, waren die Reaktionen bei Facebook. Man müsse doch Tolerant sein und es wären ja nur ein paar Tage, waren noch die mildesten Reaktionen.

Muss man wirklich Lärm tolerieren? Wenn es ein Tag ist, kann man dies vielleicht noch tolerieren, wenn allerdings monatelang davor ständig Lärm tagsüber war durch Abbrucharbeiten und dann an fünf Tagen hintereinander gelärmt wird. Ist es nicht mehr tolerierbar. Zumal die Städte ohnehin immer lauter werden.

Zumal der Lärm ja nicht alleine für sich steht, sondern der Gesamtlärm zu betrachten ist. Fluglärm ist über der Innenstadt seltener, aber Verkehrslärm. Etwa Idioten, die mitten in der Nacht hupen, weil sie zu faul sind eben per Handy bescheit zu sagen oder zu klingen. Idioten, die mitten in der Nacht mit ihrem Dumm-Dumm-Fahrzeug unterwegs sind und meinen, weil sie wach sind können die anderen das auch sein.

Lärm ist per Definition ein Geräusch, was stört, wie soll man da Tolerant sein?

Rücksichtnahme ist zudem keine Einbahnstraße. Wenn man Rücksicht erwartet, aber zugleich bei einer Beschwerde wegen Lärm rumpöbelt, sollte man sich nicht wundern, dass hier wenig Toleranz besteht.

Wobei ich am schlimmsten die Reaktion der Polizei finde. Die wollte nicht einmal eingreifen ohne die Fakten vor Ort zu prüfen. Ein ähnliches Erlebnis hatte ich vor einigen Jahren auch schon mal, als ein Lärmkorso durch Duisburg ging. Die ganze Nacht.

Man mag mir ruhig Intoleranz vorwerfen, aber werde weiterhin Lärm bekämpfen. Denn Rücksicht ist etwas von Gegenseitigkeit und Lärm ist meist rücksichtslos. Ist es hier nicht bereits Toleranz, dass man sich nur an die Behörden wendet und nicht direkt etwas dummes anstellt um den Lärm zu beenden?

Bei solchen Reaktionen wundert es wenig, dass sich so wenige wehren und lieber im Stillen leiden, wenn es denn wenigstens Stille wäre.

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Der VRR und falsch verstandener Datenschutz

Regelmäßig erklärt sich der VRR für nicht zuständig, sondern die einzelnen Verkehrsunternehmen.

Ein Beispiel

…Bedauerlicherweise kann der VRR jedoch keine Stellungnahme abgeben, da der Vertragspartner des einzelnen Kunden nicht die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR ist, sondern vielmehr die Verkehrsunternehmen, deren Verkehrsmittel benutzt werden. Aus diesem Grund liegt die Zuständigkeit in Ihrem Falle bei dem Betreiber der genutzten Linie. Lediglich dieses Unternehmen kann eine Stellungnahme gegenüber betroffenen Kunden abgeben.

Daher hätten wir Ihre E-Mail gerne mit der Bitte um Bearbeitung weitergeleitet.

Dies ist uns jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung möglich.

Wenn Sie uns Ihr Einverständnis zur Weiterleitung erteilen, dann senden wir Ihre Mitteilung dem verantwortlichen Verkehrsunternehmen zu. Alternativ haben Sie die Möglichkeit sich direkt an dieses Unternehmen zu wenden.

Soweit so Umständlich.

Eigentlich soll man ja den Versuch Daten zu schützen begrüßen, allerdings gibt es auch Fälle, wo der Datenschutz nicht gelebt wird, wie in dem obigen Beispiel. Während an anderen Stellen Videoüberwachung unter Missachtung des Datenschutzes betrieben wird, wird hier der Datenschutz übertrieben.

BDSG § 14 Datenspeicherung, -veränderung und -nutzung

(2) Das Speichern, Verändern oder Nutzen für andere Zwecke ist nur zulässig, wenn

3. offensichtlich ist, dass es im Interesse des Betroffenen liegt, und kein Grund zu der Annahme besteht, dass er in Kenntnis des anderen Zwecks seine Einwilligung verweigern würde,

Es dürfte ja aus dem Kontext offensichtlich sein, dass es in meinem Interesse liegt, dass die Gesellschaft davon erfährt. Aber ich wollte ja schon die konkreten Gründe für die obigen Behauptung des VRR wissen. Deshalb fragte ich mal nach. Als Antwort bekam ich eine Kopie des § 3 Bundesdatenschutzgesetzes. Inhalt sind hier aber nur die Begriffsbestimmungen.
Man sollte doch Annahmen, dass die Behauptung des VRR deutlich fundierter wäre und man eine konkrete Begründe für die Behauptung hat, dem scheint aber nicht so zu sein. Für mich steht also fest, dass hier aus irgend einem unerfindlichen Grund alles verkompliziert wird. Vielleicht damit der VRR sich nicht damit beschäftigen muss, wobei das hin und her den Aufwand doch eigentlich nur erhöht.

Da frage ich mich natürlich auch, wo es noch mit dem Datenschutz beim VRR hapert.

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Spruch zum Sonntag

Wer schnell bekannt wird, wird auch schneller wieder unbekannt.

(Ulrich Scharfenort, 07.08.2015)

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Und ja, ich bin Intolerant!

Da es schon häufiger mal diesen Vorwurf gab. Natürlich bin ich intolerant. Insbesondere bei Rücksichtslosigkeit.
Denn es ist echt traurig, dass rücksichtslose Menschen immer Toleranz fordern. Für Rücksichtslosigkeit kann es aber keine Toleranz geben, denn solche Menschen wollen dann nur noch mehr. Lässt man mal etwas zu heißt es plötzlich, dass das Tradition wäre.

Ich bin und bleibe Intolerant gegenüber:
– Selbstdarstellern, die sich durch Lügen und Intrigen an der Macht halten
– Undemokraten
– Dummheit
– Lärmmachern
– Eigenen Fehlern
– Gröberem Fehlverhalten

Zumal, ich es reichlich intolerant finde, zu sagen ‚Uns stört das nicht, also darf es auch niemand anderen stören‘

Toleranz ist und bleibt keine Einbahnstraße.

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Cold Call von Nummer 040 38907 2600

Natürlich ist es nicht ungewöhnlich auf einem Handy Anrufe zu bekommen, als da aber die mir unbekannte Nummer 040 38907 2600 auftauchtet wunderte ich mich und schaute mal nach.

Über Tellows stieß ich schließlich auf Phone Research Field. Auf der Seite ist zwar die Nummer angegeben, aber in einer Schreibweise, die man so nicht bei Google eingibt: (040) 389 072-600.

Bei einer Suche der Nummer ohne Zeichen dazwischen tauchte die Seite nicht auf. Ein klares Indiz dafür, dass man nicht gefunden werden möchte. Was aber kein Wunder sein dürfte:

Es handelt sich dabei um das geschäftsmäßige Erheben, Verarbeiten oder Nutzen von Daten für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung.

Das Nutzen von Daten fällt auch der Datenhandel und einige Daten können auch ohne Einverständnis gehandelt werden.

Das bestimmte Daten in bestimmter Kombination nicht an Dritte weitergegeben werden, beunruhigt mich eher. Denn normalerweise lautet die Formulierung: ‚Es werden keine Daten an Dritte weitergegeben‚ So wie es auf der Seite formuliert wurde klingt mir das mehr als verdächtig.

An die Nummer kann die Stelle nur über einen Pedictive Dialer (Wählcomputer) gekommen sein, da ich diese ansonsten nicht verbreite.
Bei mir war es nur ein Anruf, dann ging die Nummer in die Sperrliste, was man auch im Festnetz bei guten Routern machen kann. Telefonterror, wie einige ihn bei Tellows beschrieben, muss man sich nicht antun. Wenn der Router auch ein Protokoll der Anrufe anfertigt, freut sich die Bundesnetzagentur sicherlich über einen Hinweis.

Dieser Artikel hier weckt auch nicht gerade mein Vertrauen.

Auf der Seite ebenfalls aufgeführt waren die Telefonnummer:
– 0406921820
– 04082217930

Empfehlung:
Die drei Nummern sperren und sich nicht am Abend belästigen lassen.

Meinungsumfragen sind eh nicht repräsentativ, wenn sie per Telefon durchgeführt werden, da nicht jeder eins hat und nicht jeder dran geht oder bei so etwas mitmacht.

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