Ärger mit BoD

Als Verbraucherschützer schaue ich natürlich aufmerksam hin, wenn seltsames vorgeht.

So schrieb ich vor Kurzem ein Bahnbuch und veröffentlichte dieses über BoD. Gut 19 Euro, welche man fürs Onlinestellen bezahlt sind jetzt nicht so viel, aber ein wenig was kann man da schon erwarten.

Zuerst gab es Probleme damit das Cover hochzuladen. Ich hatte zwar ein ungewöhnliches Format gewählt, was aber kein Grund ist, dass das Programm behauptet ich hätte hier was falsch gemacht. Anscheinend erkennt der Algorithmus den Text und dreht diesen dann. Eine brauchbare Unterstützung gab es hier nicht.

Nachdem ich dies schließlich doch umständlicherweise löste und dann eigentlich alles fertig war, gab es das nächste Problem. Ich hatte mir für eine Werbeaktion 25 Exemplare bestellt. Erwartungsvoll öffnete ich das Paket und was muss ich feststellen. Das Cover ist ein Fehldruck. Format usw. stimmte, aber der Farbkontrast, welchen ich bei der Druckvorlage einstellte stimmte nicht.
Zuerst dachte ich, dass dies daran läge, dass Grafiken am Bildschirm anders aussehen, dann stellte ich aber fest, dass die Vorlage fürs Printbuch bei Amazon am Bildschirm genauso falsch aussah, wie jene bei der gedruckten Ausgabe.

Natürlich lasse ich mir so etwas nicht gefallen. Was soll ich mit einem derartig gefühlten Fehldruck? Also schrieb ich an BoD und beschwerte mich. Was kam zurück? Ich solle ein Exemplar einschicken. Und ein Widerrufsrecht für Autoren gibt es anscheinend auch nicht, was im Vertrag zwar drinsteht, aber nicht bei der Bestellung. Ob das so ganz zulässig ist, werde ich vielleicht noch prüfen. Aber zumindest die Verbraucherzentrale habe ich mal beteiligt.

Also extra zur Post rennen, nur weil BoD es nicht hinbekam? Meine Versuche zu erklären, dass man vielleicht erst einmal die fehlerhafte Druckvorlage prüfen solle wurden abgebügelt. Wobei man dies vermutlich trotzdem tat, denn wenige Tage später war bei Amazon ein anderes Coverbild zu finden, was dem entsprach, welches ich übermittelte.

Wäre das so schwierig gewesen hier einfach zu sagen, dass etwas schief gelaufen wäre und man sich dafür entschuldige? Vielleicht auch noch mit einem gangbaren Lösungsweg. Nein weiterhin dieses Bestehen auf ein Exemplar. Nicht im geringsten in der Lage einen Fehler einzugestehen. Wie soll man sicher sein, dass so etwas nicht wieder vorkommt?

Na toll, der Neuheitencharakter des Buches ist jetzt natürlich dahin. Also nichts mit großer Werbeaktion. Man macht sich vorher viele Gedanken und scheitert alles an so etwas. Hätte ich mir den ganzen Aufwand auch sparen können und nur als Ebuch veröffentlichen sollen. Oder bei Amazon über Createspace, da kann man sich dann zwar keine Autorenexemplare der Printausgabe ohne Kreditkarte bestellen, aber dafür kostet es auch nichts.

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3 Antworten zu Ärger mit BoD

  1. Pingback: Schlechte Erfahrung mit BOD | ulrics

  2. BoD. Mein derzeitiger Albtraum. Ich habe nicht direkt hochgeladen. Es geht um ein Buch, das im April 2015 über einen Herausgeber erschienen ist, gegen den mittlerweile ein Verfahren läuft. Seitens meines RA und auch mir, wurde BoD darüber in Kenntnis gesetzt. Das Buch MUSS vom Markt genommen werden, da kriminelles Verhalten durch den Herausgeber bewiesen ist, in diesem Falle Unterschlagung. BoD jedoch beruft sich darauf, dass er der Vertragspartner wäre. Nur besteht kein Vertragsverhältnis mehr zwischen ihm und mir, das liegt mir auch schriftlich vor, dennoch arbeitet BoD weiter mit diesem Herausgeber zusammen, überweist weiterhin Geld an ihn, das mir bis heute nicht weitergeleitet wurde. Die Buchrechte habe ICH, BoD ist sich darüber wohl nicht im Klaren. Ich hoffe, dass dieser Albtraum bald vorbei ist.
    Die Neuauflage ist fertig, – und wird mit neuem Cover in Kürze erscheinen. Aber übr Amazon. Diesen Zirkus über Dritte mache ich nicht mehr mit.
    Wobei ich sagen muss, dass ich zwei weitere Bücher mit einem anderen Verlag gemacht habe – und da gibt es von Anfang an nicht das kleinste Problem. Dennoch: Die nächste Veröffentlichung mache ich selbst!

    • ulrics schreibt:

      Abmahnung auf Unterlassung wirkt bei vielen Stellen wunder und da BoD dein Werk ohne dein Einverständnis veröffentlicht müsste das eigentlich gehen.
      Leider dauert bei so etwas das notwendige Gerichtsverfahren länger.

      Der größte Witz bei einer Abrechnung, welche ich bei BoD für ein anderes Werk bekam, war übrigens die Summe für die Ausleihe. Von den paar Cent ging nicht einer an mich. Aber richtig nachprüfen kann man bei den die Verkaufszahlen eh nicht. Also nicht von welchem Shop was kam.

      Für Ebooks ist Bookrix da echt Super.

      Amazon hat ja leider auch ein paar Nachteile. Zum Beispiel gab es das Buch nicht im Buchhandel. Jedenfalls nicht da wo ich es kaufen wollte.

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