Starts nach 22 Uhr in Düsseldorf

Folgende Antwort bekam ich jetzt von der Bezirksregierung Düsseldorf:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

nach Ziffer 4.1 der Nachtflugbestimmungen sind Flüge die vor 21:50 Uhr Off-Blocks (losgerollt) sind nicht zu beanstanden. Sinn dieser Regelung ist die Fluglinie anzuhalten rechtzeitig abflugbereit zu sein. Wenn es jetzt zu Verzögerungen durch Flugsicherungsprobleme, Wetter, Vereisung oder Kapazitätsproblemen im Luftraum kommt, ist ein Start trotzdem möglich. Im Ausnahmefall ist damit auch ein Start weit nach 22:00 Uhr legal.

Ich hoffe ich habe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen.

Da wird das perfide Spiel des Flughafens doch viel klarer. Die Kapazitätsprobleme am Tag, welche Selbstverständlich durch die jetzt geplante Erweiterung zustande kommen werden, führen dann zu noch mehr Nachtstarts, welche der Bevölkerung den Schlaf rauben.

Da stellt sich eigentlich nur die Frage, wie es mit Ausnahmegenehmigungen klappen soll.

Sehr geehrte***,

das hat zwar mein Verständnis der Sache erhellt, erfreut mich allerdings wenig.

Was mich aber noch verwundert ist der Umstand mit den Ausnahmegenehmigungen. Sitzt bei der Bezirksregierungen etwa jemand die ganze Zeit und erteilt diese? Den Vorgang kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Das angehängte Dokument gibt nur eine postalische Adresse an, was bei kurzfristigen Ausnahmen wohl kaum ausreicht.

Und wie wird die Erheblichkeitsschwelle für Luftfahrtunternehmen definiert? Schließlich müssen Behördenentscheidungen einen einheitlichen Rechtsmaßstab zugrunde legen.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

Und hier die Antwort


Die Bezirksregierung Düsseldorf ist zuständig für die Beaufsichtigung des Flugbetriebes am Flughafen Düsseldorf. Insgesamt 9 Sachbearbeiter für Luftaufsicht sind im 24 Stundenbetrieb in der Luftaufsicht tätig. Hauptaufgabe ist die Überwachung der Sicherheit des Flugbetriebes. Regelmäßig werde Kontrollen an Luftfahrzeugen, Luftfahrzeugführern, Flughafeneinrichtungen usw. durchgeführt. Ein geringer Teil der täglichen Arbeitszeit wird für die Überwachung der Nachtflugbestimmungen und die Erteilung der Ausnahmegenehmigungen verwendet. Die Bezirksregierung Düsseldorf kann an 365 Tagen rund um die Uhr gewährleisten, dass Anträge auf Ausnahmegenehmigungen durch mindestens zwei Mitarbeiter bearbeitet und entschieden werden.

Selbstverständlich ist die immerwährend besetzte Luftaufsicht am Flughafen Düsseldorf über vielfältige Kommunikationskanäle erreichbar. Im Regelfall werde Anträge per Fax gestellt. Telefonische oder mündliche Genehmigungen erteile ich nicht. Im Regelfall muss ein Antrag neben der Begründung auch eine Vielzahl von Nachweisen enthalten.

Der einheitliche Maßstab ist in den Ihnen bekannten Nachtflugbestimmungen niedergelegt. Die Luftaufsicht entscheidet im Rahmen Ihres Ermessens im Einzelfall.

Hätte ich jetzt echt nicht gedacht, dass die 24-Stundenbetrieb für den Flughafen haben.

Ich könnte natürlich noch nachfragen, wie es denn mit den Kosten dafür aussieht. Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der Flughafen dies alles zahlt. Kommt am Ende also der Steuerzahler auf?

Aber die Frage lasse ich jetzt erst einmal ruhen.

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