Einsparung durch Stellenabbau?

Jüngstes Beispiel ist hier die Steag. Es gibt aber natürlich viele, wie etwa Polizeiabbau, was mit geringer Aufklärung von Verbrechen einhergeht. Lehrerabbau, denn der Mangel resultiert aus fehlender Perspektive, weshalb man gar nicht in die Ausbildung geht.

Ständig wird diese angebliche Einsparmethode praktiziert, aber wenn man genau hinschaut, werden nicht nur Stellen gestrichen, sondern auch Aufgaben. Entweder werden diese nicht mehr erledigt oder nicht mehr in der vorherigen Güte. Kurzfristig wird dadurch zwar Geld gespart, langfristig geht dies aber an die Substanz eines Unternehmens.

Aufgaben, welche liegen bleiben oder schlechter erledigt werden kosten langfristig viel Geld. Bei Kommunen wären dies zum Beispiel langsamere Abwicklungen von Zahlungen oder ungenauere Prüfungen von Angeboten und Arbeitsleistungen. Alles Dinge, welche den Steuerzahler viel Geld kosten. Mehr als die vermeintliche Einsparung ergeben würde. Auf lange Sicht ruiniert sich jedes Unternehmen und jede Verwaltung durch anhaltende Entlassungswellen.

Das vorgenannt ist nur ein Teilaspekt, der sogar wichtigere Effekt, weil nachhaltiger im negativen Sinne, ist die durch Entlassung verursachte Unruhe. Gleiche Effekte entstehen auch bei der Verlagerung von Aufgaben oder Arbeitsplätzen an andere Standorte (Pendelstress) oder in andere Untereinheiten.

Wenn niemand weiß, wer als nächstes betroffen ist führt dies zu Stress. Weil man ständig daran erinnert wird, entsteht dabei Dauerstress und dieser macht krank. Der Krankenstand wächst, wodurch die Belastung für die verbliebenen noch mehr steigt. Was entweder krank macht oder dafür sorgt, dass Aufgaben liegen bleiben.

Am gefährlichsten sind hier aber Gerüchte. Die bringen besonders viel Unfrieden. Mobbing gedeihen in so einer Umgebung ebenso, wie Burn-Out. Die Beschäftigten werden immer mehr demotiviert und dies geht im Endeffekt zu Lasten aller.

Kunden warten deutlich länger und orientieren sich, wenn möglich um. Natürlich kommt es auch hier vor, dass die Chefetage den Rahmenbedingungen die Schuld gibt, aber in Wirklichkeit ist es die eigene Inkompetenz und wenig Weitsicht, die aber bereits durch den Stellenabbau bewiesen wurde.

Stellenabbau ist und bleibt immer die dümmste Option zum Einsparen, denn würde man die Personen nehmen und auf ein Zukunftsprojekt setzen hätte man echte Nachhaltigkeit. Und was die Beratungsinstitute angeht, die kassieren so viel Geld, um dafür der Buhmann zu sein und liefern dann den gewünschten Grund, wie man mit immer weniger Personal immer bessere Leistung schaffen würde. Was natürlich eine Seifenblase ist, die irgendwann platzt, genauso wie die Immobilienblase.

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